Saal Digital Fotobuch Profiline

Review des Fotobuches in der Profline Ausführung

Ein wertvolles Fotobuch mit Ledereinband in den Händen zu Halten ist ein haptisches und optisches Vergnügen.
Tief beeindruckt bin ich von der Qualität der gedruckten Bilder, welche meinen Vorstellungen und der Ansicht auf dem Monitor voll und ganz entsprechen.

 

Aktiv von der Fa. SaalDigital beworben bestand die Möglichkeit sich einen Gutschein für ein Fotobuch der Professional Line zu sichern.
Der Bewerbungsvorgang war relativ einfach, man meldete sich über einen Link in der Facebook Aktion, gab ein paar Angaben ein und wartete auf Antwort. Zuerst kam die Bestätigung und der Hinweis meine Bewerbung um den Gutschein werde geprüft und nach etwa einem Tag flog mir dieser dann per eMail in den virtuellen Postkasten.

Der Gutscheinwert war über einen Betrag von 100€ wenn man so wie ich hier ein Review über den Service, den Vorgang und das Ergebnis abgibt.

Daher erst einmal der Hinweis: Achtung, Werbung. Aber objektiv und ungezwungen. Schönfärberei wird nicht erwartet.

Also los geht’s oder „iatz pack’mas o“ wie wir Bayern sagen:

Alle Bilder, welche in meinem Saal Digital Professional Line Fotobuch einen Ehrenplatz bekommen sollten wurden erst einmal von mir für den Druck optimiert.

Vorarbeit

Meine Bilder lagen nach der Basisbearbeitung und dem Export von Adobe Lightroom[1] in voller Größe als TIFF, ProPhoto, 16Bit auf der Platte vor. Da ich erst auf Ausgabegröße final schärfe bzw. Kontraste anpasse, mussten alle Bilder erst einmal von mir in Adobe Photoshop1 übertragen und darin in sRBG und jpg umgewandelt werden. In diesem Fall bekamen alle Bilder, welche für den Upload gedacht waren, als endgültiges Format 300 ppi, 3000px an der langen Seite, sRGB und Dateityp JPG. Warum nicht Originalgrößen? Weil das oben genannte vollkommen ausreicht und den Upload erträglich macht.

Um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen wurde dabei von mir an einem kalibrierten Monitor gearbeitet. Als Softproof lud ich die entsprechenden Profile von der Saal Digital Homepage im sogenannten Profibereich herunter [https://www.saal-digital.de/service/icc-profil/].
Deren Installation ist denkbar einfach und zur Not gibt es Hilfestellung direkt auf der Webseite bei Saal. Nur mit diesen Farbprofilen bin ich mir sicher das Ergebnis wird meiner Vorstellung gerecht.
Was gibt es aber dabei zu beachten? Nun, man muss bei den Softproof-Profilen ein paar Einstellungen gemäß der Tabelle auf der Webseite vornehmen. Dieses ist sehr wichtig weil ich früher schon einmal durch falsches Setzen des Hakens bei „Tiefenkompensierung“ vermeintlich heftig an den Reglern drehen musste um mein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.

Der Feinschliff erfolgt mit in Adobe PS eingebundener 3.Party-Software (Ausgabeschärfung, Kontrastanpassung und partielles Entrauschen).
Abschließend erfolgte in Adobe PS die Beurteilung des Endergebnisses durch Anwendung der Softproof-Ansicht. Durch den eingeschalteten Softproof muss man eventuell noch ein wenig an den Bilder korrigieren.

Wichtig: Bei Abspeicherung der Bilder eines Projektes muss das Einbinden eines Farbprofiles erfolgen. Am besten sollten alle ein einheitliches Farbprofil besitzen. Bevorzugt sRGB für den Druck. Keinesfalls darf das ICC-Profil des Softproof eingebunden haben.

Erstellung und Gestaltung

Im nächsten Schritt erstellen wir das Buch mittels der Saal Digital Software.
Man hat drei Möglichkeiten zur Erstellung auf der Webseite. Entweder ein Upload als selbst erstelltes PDF. Oder mit der DigitalApp um vom Smartphone seine Bilder in ein Buch zu wandeln.
Meine Option war die Dritte, die Saal DesignSoftware auf dem Desktop-PC oder Laptop. Ich hatte sie jedoch schon installiert, bei jedem SW Aufruf wird über eine online-Verbindung die aktuellste Version, die derzeitigen Preise und Angebotsaktionen mit geladen. So hat man keine Überraschung bzgl. des finalen Preises.

Nach dem Start wählt man das Produkt seiner Wahl, also hier „Fotobuch Professional Line“.

Diese Serie zeichnet sich unter anderem durch die exklusiven Einbandversionen aus. Neben Leder, Holzoptik und Leinen gibt es auch eine Cover-Seite mit Acrylglasfinish.
Ich entschied mich für ein 30x30 cm Buch, Ledereinband in Titanium und Buchrückenbeschriftung, ohne Barcode. Zwar wollte ich zuerst den HighEnd Druck matt, allerdings hat ein Erfahrungsbericht mich davon abgehalten da die Bilder auch in Verbindung mit dem Papier dann extrem matt erscheinen sollen. Für FineArt ok, für meine farbenfrohen Bilder kam daher nur das hochglänzende detailreiche ‚Fotopapier glänzend‘  in die Auswahl.

Dank früherer Erfahrung wusste ich bereits, dass die Auswahl der vorgefertigten Layouts nicht notwendig ist und die Seitenzahl bzgl. der Preisberechnung die Coverseiten beinhaltet.

Erste kleine Herausforderung. Ich wollte Leder als Einschlag, damit war ich bei den Schriftarten zwangsweise an die Saal Software gebunden. Vermutlich wegen der Herstellung. Im Buch selbst kann man seine eigenen System-Schriftarten die man auf dem PC hat jederzeit einbinden und verwenden.
Die Software selbst ist sehr umfangreich bei den Gestaltungsmöglichkeiten. Selbst wenn ich während der Erstellung eine Änderung im Konzept vornehmen wollte, war das bis zurück zur Basiseinstellung möglich. Z.B. um am Umschlag eine andere Ausführung zu prüfen.
Allerdings kann man in der Vorschau kein Bild von einer Seite auf eine andere schieben. Das geht nur über Löschen und Neueinbindung. Zumindest fand ich keinen anderen Ansatz.
Sehr gut finde ich, dass man seine eigenen Gestaltungsvorlagen abspeichern und so Positionierungen und Textkästchen wiederholbar anwenden kann. Dazu kommt die ebenbasierte Designsoftware welche einen hohen Freiheitsgrad bei der Kreativität bietet.

Zwar könnte ich mir schnell ein Fotobuch von der Software automatisch zusammenstellen lassen. Ich habe das lieber alles unter Kontrolle und glaube nicht, dass ein automatisches Ergebnis meine Vorstellungen des Layouts befriedigen kann. Die automatische Bildoptimierung stellte ich bei allen Bildern generell ab.

Die Seitenanzahl und damit der Preis ändern sich automatisch wenn man Seiten hinzufügt.
Das Projekt speicherte ich ab, um mir dazwischen immer wieder Gedanken über die Gestaltung zu machen. So arbeitete ich an mehreren Tagen immer wieder einmal daran.
Zu beachten ist, dass man die Seitenverhältnisse der Bilder verriegelt, wenn das nicht per Default ausgewählt ist. Sonst hat man nicht verhältnisbezogene Größenänderung wenn man mit der Maus am Anfasser eines Platzhalters zupft.
Da ich die Bilder bereits thematisch in Kapiteln auf dem dem PC in Order gelegt hatte, tat ich mich leichter diese im Buch zu verwenden. Übrigens hat sich anscheinend gegenüber meinen früheren Erfahrung durch Feedback der Kunden in der Software noch einiges getan. So die Einbindung eigener Textformatstile, das Kennzeichnen bereits benutzter Bilder usw.
Um ein eigenes Logo verwenden zu können, nahm ich eine png-Datei mit transparentem Hintergrund und legte das als Bild auf die letzte Umschlaginnenseite.

Umsetzung bei Saal Digital

Die Bestellung am Ende erfolgt sehr einfach. Bei mir als Saal Digital Kunde über mein Kundenkonto.
Mittlerweile war der Umfang für das Buch mit 78 Seiten auf einen Bestellwert von 163 Euro angewachsen.
Am Samstagabend um 23:06 Uhr drückte ich auf bestellen, bereits unmittelbar am Montag um 17:29 Uhr kam die Versandbestätigung! Und am Dienstag morgen hatte DHL das Paket bei mir abgeliefert.
Schneller geht nicht mehr!

Gesamteindruck

Gut verpackt in einem Versandkarton zusätzlich mit einer separaten inneren Schaumstoffhülle kam es an.
Der Ledereinband verleiht dem Buch eine optische und haptische Exklusivität. Der Schriftdruck ist präzise.
Allerdings hatte er auch zwei kleine Schwachstellen. Zum einen knisterte die Falzfalte der Bindung als ob die Klebung des Umschlages sich da anlöst oder nicht ganz stabil ist. Allerdings nur in genau der Rille bzw. dem Falz und nur wenn man explizit mit dem Finger entlang fährt.
Zum anderen, was dann deutlicher auffällt, wölbt sich das Cover beim Flachliegen vorne nach oben. Der Ledereinband zieht anscheinend entweder durch unterschiedliche Ausdehnung oder wegen gespannter Verklebung an der Kartonlage.

erstes, später ersetztes Exemplar
Als Saal Digital über dieses Manko von mir benachrichtigt worden war, kam umgehend die Aufforderung und ein Link mit Anleitung um eine Reklamation einzuleiten. Ich empfand es als nicht so störend und reichte Bilder nach. Erneut kam die Meldung, das sein kein Schönheitsfehler sondern ein Mangel der umgehend in Form einer Neuanfertigung beseitigt wird. Also füllte ich das wirklich sehr einfach gehaltene Online-Reklamationsformular aus und drei Tage später lag die Nachproduktion schon auf meinem Tisch.
Was soll ich sagen: 1A-Service (Kontakt innerhalb der Bürozeiten in kürzester Zeit), kulanter Umgang und firmeneigene Selbstkritik mit dem produzierten Ergebnis (woanders nicht selbstverständlich, normal hat der Kunde die massive Beweislast), sofortige Reaktion und Nachbesserung.

Zum Inhalt kann man sagen, der Echtfotodruck auf glänzendem Papier ist brillant. Die Falzbindung ermöglicht problemlos Bilder über den Falz zu platzieren, nichts geht verloren. Jedes einzelne Bild entspricht eins zu eins dem Bildschirm. Hierzu muss erwähnt werden, dass ein Farbmanagement-Workflow unabdingbar für ein solches Ergebnis ist. Saal Digital kann nur drucken was ihnen geliefert wird.
In meinem Fall sind das ein kalibrierter Bildschirm, Anwendung des Softproof und etwas stärkere Aufhellung aus eigener Erfahrung, weil Druck immer dunkler wirkt als ein beleuchteter Bildschirm.
Kurz gesagt, ich war überwältigt nach der Vorarbeit ein solch präzises und hochwertiges Buch in so kurzer Zeit zu erhalten. Jede Seite, jedes Bild entspricht meinen Vorstellungen. Kein Druckfehler, keine Fingerabdrücke oder sonstige Mängelerscheinungen.


Resümee

Nun das Fazit:
- gute und einfach zu bedienende, aber umfangreiche Software zur Erstellung
- absolut hochwertiges Produkt
- schnelle Produktion und Auslieferung
- einwandfreies Druckergebnis
- außergewöhnlicher Service

Dabei muss ich den eigene vorher geleisteten Aufwand zur Bildoptimierung unberücksichtigt lassen. Für ein solch brillantes Ergebnis sollte das jedoch gemacht werden. Die Erstellung selbst ist dann einfach nur "simple".

Und dann die Haptik, die Wertigkeit - das echte Gefühl den Gegenwert wirklich in Händen zu halten.

Ich werde weiter Bücher mit Saal Digital erstellen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

[1] Adobe, Adobe Lightroom und Adobe Photoshop sind eingetragene Markenzeichen.

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