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Fotobuch - getestet und für gut befunden

SAALDigital Fotobuch – mein erstes Mal

Durch eine Promotion-Aktion der Fa. SaalDigital gab es für Fotografen die Möglichkeit sich einen 40€ Gutschein zu sichern, um die Fotobücher zu testen. Nun gut, eigentlich sind es rechnerisch „nur“ 25€ denn 15€ bekommt jeder Neukunde von Haus aus.
Als Gegenleistung erwartet man einen Erfahrungsbericht über das Bestellerlebnis und die Ausführung auf Social Media Seiten oder anderen Internetplattformen. Daher hier mein Bericht.
1. Start
Man muss sich bei SaalDigital erst einmal bewerben. Dazu gibt es auf der Webseite ein Formular zum Ausfüllen. Im Prinzip ein paar persönliche Daten wie Name und eMail. Dazu soll man ein wenig schreiben was die Teilnahme-Motivation ist und welche Verbreitungskanäle man für seinen Bericht nutzen will. Da ich es Sonntagabend befüllte, kam die Antwort dann prompt am nächsten Tag. Darin enthalten die Zusage teilnehmen zu dürfen, die Spielregeln der Aktion und die Aufforderung deren Einhaltung noch einmal per Mail zu bestätigen um den Gutschein zu erhalten. Da der Gutschein nach zwei Wochen verfällt, meine Bilder für das Fotobuch nicht vorbereitet waren und ich Zeit benötigte, sendete ich die Bestätigungsmail erst am Ende der Woche, am Freitagabend, zurück. Am Montag drauf kam dann der Gutschein und ein weiterer Hinweis, doch bitte im Bericht auch Hash-Tags zu verwenden. In der Zwischenzeit hatte ich schon die Software geladen und Bildbearbeitungstechnisch vorgearbeitet um rechtzeitig vor Ablauf des Gutscheinverfalldatums fertig zu sein.

2. Tool
Der Download der Software war zügig. Die Installation incl. dem benötigten Adobe-AIr reibungslos. Für die Bildbeurteilung nach der Bearbeitung habe ich mir das passende ICC Profil geholt und in Adobe PS CC eingebunden. Ich nutze Win7 64, die Software lief problemlos darauf. Es gäbe ein Videotutorial, jedoch als typischer Mann habe ich keines genutzt sondern klassisch in ‚trial and error‘-Methode losgelegt was erstaunlicherweise zu keinem Stirnrunzeln im Ablauf führte. Die SW ist fast foolproof.

3. Bildbearbeitung
Meine Bilder lagen nach dem Export von LR als TIFF, ProPhoto, 16Bit auf der Platte vor. Da ich erst auf Ausgabegröße final schärfe bzw. Kontraste anpasse, musste alle Bilder erst einmal durch Adobes PS geschleift und darin in sRBG und jpg umgewandelt werden. Feinschliff mit NikCollection (Outputsharpening, ColorEfex ProContrast und DFine, ein paar mit SilverEfex umgewandelt in S/W). Dort in PS erfolgte auch der Softproof.
Wichtig: Alle Bilder eines Projektes sollten ein einheitliches Farbprofil (Adobe RBG, sRGB, ProPhoto) besitzen und keinesfalls das ICC des Softproof eingebunden haben.
Mir fiel auf, dass bei meinem zum Buchstil gewählten ICC und dem anschließenden Softproof in PS immer die Tiefen ins fast zeichnungslose schwarz abdrifteten. Nur durch Luminanzmasken und deutliche Kurvenanhebung der „Dark-5“ Bereiche (nach T.Kuyper; dürfte im Zonensystem so 9 bis 10 entsprechen) war der Softproof o.k. Dadurch verunsichert und der nicht näher beschriebenen Möglichkeit im Softproof „Tiefenkompensierung“ ein- und auszuschalten, wandte ich mich an den Support. Mit TK waren die Bilder im ursprünglichen Zustand ebenfalls passend und die nachgearbeiteten jetzt zu flau und sehr grautönig. Innerhalb 24h war mir geholfen, TK muss eingeschaltet sein und ich muss nichts in den Tiefen nachbearbeiten ausser ich will noch mehr holen.



4. Erstellung
Dank anderer Erfahrungsberichte wusste ich bereits, dass die Auswahl der vorgefertigten Layouts nicht notwendig ist und die Seitenzahl links mit 1 auf der Titelumschlagrückseite anfängt. Man kann sich als quick‘n dirty schnell ein Fotobuch von der Software automatisch zusammenstellen lassen. Ich habe das lieber alles unter Kontrolle und glaube nicht, dass das Ergebnis aus zusammengewürfelten Layouts befriedigend sein kann. Die angebotenen Instantdesigns sind mir zu verspielt, für Hochzeiten oder Geburten bzw. Kindergeburtstage können sie vielleicht ihre Daseinsberechtigung haben.
Die Auswahl der Ausführungen ist groß: Einbände, Formate, Seitenausführung, Geschenkverpackung, etc…
Ich entschied mich für ein 28x28cm Buch, Einband glänzend, nicht wattiert, Seiten glänzend, durchgehend schwarzer Hintergrund. Die Umschlagseite mit einem Bild über Vorder- und Rückseite samt Titel. Daher auch kein Ledereinband, obwohl mich der zum Testen trotz des 20€ Aufpreises sehr gereizt hätte. Der Verzicht auf das Druckfirmenlogo und den Barcode schlägt mit 5,-€ separat zu Buche.
Zuerst erstellte ich mir eigene Seitenlayouts, was dank der Software ein Kinderspiel ist. Durch abspeichern kann man sein eigenes Layoutverzeichnis erstellen und immer wieder anwenden. Dazu kommt die ebenbasierte Designsoftware welche einen hohen Freiheitsgrad bei der Kreativität bietet.


Die automatische Bildoptimierung stellte ich bei allen Bildern generell ab.
Die Basisseitenzahl reichte mir nicht, ein erweitern ist problemlos möglich. Das Projekt speicherte ich ab, um mir dazwischen immer wieder Gedanken über die Gestaltung zu machen. So arbeitete ich an mehreren Tagen immer wieder einmal daran. Anfangs erkannte ich nicht sogleich, dass man die Seitenverhältnisse der Bilder verriegeln kann und ärgerte mich über die nicht verhältnisbezogene Größenänderung wenn man mit der Maus am Anfasser eines Platzhalters zupfte. Das könnte per default eingestellt sein.



Meine Bilder liegen im 2:3 Format im Landscape und Portrait Format vor. Dem entsprechend gestaltete ich die Platzhalter in meinen eigenen Designvorlagen.
Wenn man viele Bilder in der Auswahl hat, wäre es evtl. angebracht die bereits benutzten entweder in der SW umzuordnen oder deutlicher als mit dem Haken zu kennzeichnen. Bei der Gestaltung vergeht einiges an Zeit sich in dem Mäusekino zu orientieren und die richtigen Bilder auszuwählen. Schließlich will man ja thematisch oder bzgl. der farblichen Inhalte keine großen Brüche hineinbringen. Alleine bereits nur die nicht schon verwendeten separat anzuzeigen (Split in zwei Anzeigen) wäre ein Riesenhilfe.
Die verfügbaren Text-Typo waren für mich ausreichend, eher verleitet eine zu große Vielzahl zur Unübersichtlichkeit, keinem einheitlichen Stil oder Entscheidungsschwierigkeiten.
Ein eigenes Logo, welches als png Datei mit transparentem Hintergrund vorliegt, kann ebenfalls eingebunden werden um die persönliche Note zu geben.


5. Bestellung
Mittlerweile war mein Buch mit etwa 144 Bildern auf 88 Seiten angewachsen. Sicher nicht alles Top-Shots, aber die Bildauswahl sollte etwas „Beifang“ aus den Reisen enthalten.
Die SW prüft laufend beim Start den aktuellen Stand und überraschenderweise wurde ein weiterer Aktionspreis der temporär für die 28/28cm Bücher angeboten wurde nun mit eingerechnet.
Die Kosten dafür betrugen jetzt final für dieses dicke Exemplar nur mehr 42,35€ incl. Versand.

6. Lieferung
Sonntag nachts um 0:30 Uhr fertiggeworden bestellte ich umgehend online. Der Bestellprozess ist simpel, die Bezahlmöglichkeiten vielfältig. Als Versandart kam bei mir nur DHL in Frage, da habe ich die besten Erfahrungen die letzten Jahrzehnte. Am Dienstag kam die Mail, Produktion ist vollbracht und der Versand eingeleitet. Den Versandstatus incl. Sendungsverfolgung bekommt man bei seiner Auftragsnummer auf der SAALdigital Seite online mit, d.h. man muss nicht erst zum Versandunternehmen wechseln um das Tracking einzusehen. Am Mittwoch morgen lag das Päckchen schon bei mir auf dem Tisch.

7. Gesamteindruck
Gut verpackt in einem Versandkarton, dann innen Karton-Schutzecken, in einer Schaumstoffhülle und letztlich noch in Folie eingeschweißt, kam es an. Der Echtfotodruck auf glänzendem Papier ist brillant, der Einband wertig, die Haptik der verklebten Seiten stabil. Die Bindung ermöglicht problemlos Bilder über den Falz zu platzieren, nichts geht verloren. In wie weit die Klebebindung bei einem solch dicken Buch das Blättern überlebt, kann ich erst in hoffentlich vielen Jahren sagen.

Fazit: Mit Ausnahme meines eigenen Workflows zur Bildoptimierung war es eine simple Sache bei der Erstellung. Schnelle Lieferung, sehr gute Ausführung und das Gefühl den Gegenwert wirklich in Händen zu halten werden mich zum Wiederholungstäter machen.
Fotobuch Vorschau (Link bis 24.10.2016 gültig

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